Petition gegen die Schließung vom Odonien - Köln

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Tom91
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Petition gegen die Schließung vom Odonien - Köln

Beitrag von Tom91 » 24.05.12 - 13:21

Nachdem in Köln schon einige kulturelle Einrichtungen dem Erdboden gleichgemacht wurden,
ist nun auch noch eins der letzten an der Reihe, das Odonien.
Vielleicht kann ja Kaisen? noch etwas dazu schreiben.

Die Petition findet ihr hier:

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After I finish learning quantum physics, I think Ill be ready to start making some classy electro.

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besseres morgen
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Beitrag von besseres morgen » 27.05.12 - 08:06

Die letzte große sterben von Clubs ist noch gar nicht so lange her.
Letztes Jahr mussten mit Sensor und Papierfabrik innerhalb von einem Tag gleich die zwei wichtigsten Läden schließen, da die jeweiligen Grundstücke nun anders wertig genutzt werden sollen (Wohnungsbau in einem Viertel, in dem die Gentrifizierung im vollen Gange ist und so der "Raum" mehr Wert). Ein Auffangbecken für das Clubsterben gab es an sich zunächst nicht wirklich. Zwar wurde das Gewölbe wieder geöffnet (für mich persönlich der beste Laden der Stadt), dieses ist aber nicht wirklich mit Papierfabrik und Sensor zu vergleichen (letztere ein wenig dreckiger, rauer).

So kam es zu einem regelrechten Ansturm auf das Odonien, was wohl am Besten als kleines "Fusion" zu beschreiben ist.
Das Odonien selbst existiert schon länger, hat aber durch das Sterben von Sensor und Papierfabrik neues Publikum angezogen. Immer mehr Veranstalter verschiedenster Partys sind aufs Odonien aufmerksam geworden, alles wurde ein wenig professioneller und dank der Lage hatte man keine Ruhestörungsmeldungen o.Ä. zu fürchten.
Direkt neben dem Odonien öffnete dann der Schrebergarten, ein eher kleiner MNML Laden, der ehemaligen Papierfabrik Betreiber. War nie da und das ganze war auch mehr oder weniger schnell vorbei (Gründe gab es angeblich viele, auch ein Streit mit dem Odonien).

Und nun steht also auch das Odonien vor dem Aus. Die Gründe dafür sind wohl ein "angeblich" fehlender Rettungsweg, die Gerüchteküche in der Stadt sagt aber natürlich was anderes.
Da ist das Pascha, dass angeblich genervt ist vom Partyvolk und sich um die Diskretion der Kunden sorgt,
der Stadtgarten, der zwischenzeitlich ein Teil der Gastronomie übernehmen durfte und zuletzt wieder nach haus geschickt wurde
und zuletzt auch die Jungs vom Schrebergarten/Papierfabrik die ja angebliche Streitigkeiten hatten...

Ob was an den drei Sachen dran ist, weiß wohl so gut wie niemand aber das ist an sich auch gar nicht soo wichtig.

Wichtig ist vielmehr, dass in dieser Stadt Bebauungs- und Nutzungspläne vorliegen, die leider immer wieder Menschen ihre Existenz kosten.
So wird Laden A eine dauerhafte Veranstalltungsgenehmigung mit Discobetrieb zugestanden, während dem Laden direkt daneben diese im gleichen Atemzug entzogen wird, da der Nutzungsplan der Stadt sagt "hier leider nicht".
Wer jemand kennt, der jemand kennt und ggf genug Zahlt kommt dabei schneller an Genehmigungen als andere und während in manchen Läden das Bauamt und Co. täglich ein und ausgeht, wurde es an anderen Stellen nie gesehen.

Wie es in Köln nun ohne Odonien weiter geht weiß wohl niemand so genau und der Schock sitzt wohl allen noch zu tief.
Zwar hat gerade erst eine alte Lokation wieder eröffnet (Jugendpark) aber dort wird es nur "ab und an" VAs geben.
Köln ist von der Grundfläche recht klein und dicht bebaut, leere Bauten sind entweder extrem kaputt, sehr schwer erreichbar/direkt an Wohnanlagen oder/und unglaublich teuer. Noch dazu kommt, dass dann wieder in den Sternen steht, ob dieser Stadtteil, diese Straße und dieses Haus im Nutzungsplan der Stadt als kultureller Raum definiert ist bzw. definiert werden kann und ob man zuletzt auch alle nötigen Genehmigungen erhält. Auch ist Köln für Veranstalter immer wieder ein schwieriges Pflaster. Partys mit wirklich guten und Abwechslungsreichen Line-Ups werden teilweise gar nicht beachtet während bestimmte Partyreihen immer gut besucht sind.

Was bleibt sind furchtbare "Ring-Schuppen" und ein Bootshaus voller Prolls, mehrer kleine Indie-Schuppen die ab und an auf Techno, Elektro und Co. setzen, die Elektroküche (leider nicht mehr wirklich erst zu nehmen) und eben das Gewölbe...

Ob die Petition (ich hab sie natürlich dennoch unterzeichnet) und die Demo die für heute angesetzt ist was bringen werden wage ich zu bezweifeln und wenn es hier so bleibt wie es ist, wird es auch immer so weiter gehen. Die Leute haben keinen Respekt voreinander, arbeiten gegeneinander, reden von "Kultur" und meinen Geld und in einer Stadt, die in den späten 90ern noch als eine Hochburg für Techno und MNML gefeiert wurde, trifft man heute kaum noch spannende Lineups und zahlt dennoch überall >10€.

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Beitrag von l3000 » 04.06.12 - 02:20

Was soll dieser Offtopic-Mist hier?

Welchen Teil von "ostdeutsche Tanzkultur" versteht ihr beiden nicht?

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Beitrag von me11ow » 04.06.12 - 10:44

don't feed the troll. :lol:
„Wenn die Verhältnisse irre werden, werden die Irren zu Profis“

[20:00:50] MaiKind: bor krass. Volllaufen schreibt ma nu mit 3 f

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